Hannover

Informationen zur Regionalgruppe Hannover

Seit 1998 gibt es die Regionalgruppe Hannover des Deutschen Fundraising Verbands. Geleitet wird sie von Reinhard Greulich, Fundraiser bei der Stiftung KiBa im Kirchenamt der EKD in Hannover, und von der selbstständigen Fundraising-Beraterin Elisabeth Lenz in Hannover. Bei der Gründung stand die SAZ in Garbsen Pate. Tyark Thumann, Mitarbeiter der Agentur mit stark kulturell geprägtem Interesse, hob den „Fundraising-Treff“ aus der Taufe. Elisabeth Lenz und Reinhard Greulich übernahmen die Treffleitung vor fünf Jahren, als Thumann Hannover verließ.

 

Regelmäßig treffen sich meist im Bildungszentrum der AWO im AhrbergViertel zehn bis fünfzehn Fundraiserinnen und Fundraiser. Dabei ist es gleich, ob sie Mitglieder im Fundraising Verband sind oder es erst noch werden wollen. Geboten werden themenbezogene Abende und Produktpräsentationen, jeweils verbunden mit einem gemeinsamen Abendessen. Um Fahrtkosten für Referenten zu erstatten, wird eine Teilnahmegebühr erhoben.

 

Fundraising Forum gegründet

Elisabeth Lenz und ihre Mitstreiter möchten es aber nicht bei gelegentlichen Treffen belassen. Andere Regionaltreffs veranstalteten bereits zum wiederholten Male Fundraising-Foren. Da wollten die Niedersachsen nicht zurückstehen. „Alle haben mich für verrückt erklärt“, schmunzelt Elisabeth Lenz, als sie vor vier Jahren die Idee für ein Fundraising Forum Niedersachsen vor Teilnehmern des Regionaltreffens in Hannover ausbreitete. 2006 fand sich jedoch eine Vierergruppe aus dem Regionaltreff zusammen, die die gute Idee in die Tat umsetzte.

 

Am 21. April 2007 war es soweit. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in den Räumen der KID GmbH - Kirchliche Gesellschaft für Informationsdienstleistungen in Hannover zusammen und widmeten sich einem umfangreichen Informations- und Diskussionsprogramm rund um fast alle Bereiche des Fundraisings. Als Vertreter der Landesregierung bezog Hartmut Möllring, Niedersächsischer Finanzminister Position zum Thema.

 

„Wir vier haben bei den Vorbereitungen sehr gut miteinander gearbeitet. Wir tauschen uns auch weiterhin aus,“ berichtet Elisabeth Lenz. Wichtig ist ihr die Lobby-Arbeit für das Fundraising. Sie besuchte sämtliche Landesministerien in Hannover und setzte alles daran, dass der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring beim Fundraising Forum ein Grußwort an die TeilnehmerInnen richtete. Er kannte den Verband noch nicht, zeigte sich jedoch von der Veranstaltung und ihren TeilnehmerInnen sehr beeindruckt.

 

Uneigennütziges Engagement

Das Interesse der Fundraiser am Regional-Treff ist seit dem Forum so gewachsen, dass die Veranstaltung der Regionalgruppe mit dem Thema „Service-Clubs“ 25 Teilnehmer anlockte. Bis dahin ein Rekord. Beim darauf folgenden Treff zum Thema „Bußgeld-Marketing“ waren es bereits 30 TeilnehmerInnen. „Aufträge bekomme ich damit nicht“, wehrt Elisabeth Lenz die Frage ab, ob es denn für ihr ehrenamtliches Engagement beim Regional-Treff wenigstens einen indirekten Anreiz durch höhere Bekanntheit und den einen oder anderen zusätzlichen Beratungsauftrag gibt. Den Nutzen haben alle gemeinsam durch Vernetzung und Verständnis und Austausch miteinander. Man tauscht sich ohne Vorbehalte aus und erspart sich damit gegenseitig kostspielige Erfahrungen, die zu Lasten der gemeinnützigen Arbeit gehen würden.

 

Das erste Fundraising Forum Niedersachsen hat das Interesse an Fundraising verstärkt. Es haben neue Menschen zur Regionalgruppe Hannover gefunden. Nicht zuletzt durch das große Interesse am Schluss des Forums, das eigentlich um 16.00 Uhr zu Ende gehen sollte. Normalerweise pflegt an einem solchen Samstagnachmittag alles rasch nach Hause zu streben. Nicht jedoch die TeilnehmerInnen des Fundraising Forums. Sie blieben noch lange beisammen, aßen die bereit gestellte Torte, tranken Kaffee, tauschten sich aus und „vernetzten“ sich. „So muss es sein, dafür lohnt sich der ganze Aufwand“, meint Elisabeth Lenz.